Die Geschichte des SV 08 Steinach


Der Sportverein Steinach blickt auf eine große, erfolgreiche Tradition zurück. Dies ist dem Fleiß, der Einsatzbereitschaft, dem Mut und Können, der Begeisterung der Sportler, der Organisatoren zu verdanken.


Am 4.11.1908 gründeten 15 junge Steinacher Fußballbegeisterte in der Sellschen Gastwirtschaft mit der besonderen Unterstützung und Förderung von Viktor Sell und Georg Henniger den FC Steinach.

Es war die Geburtsstunde unseres SV 08 Steinach.


Die Geschichte des SV 08 Steinach ist in erster Linie durch den Fußballsport gerprägt worden. Zwar gab es im Laufe der Jahre Vereinsentwicklung auch den Bestand anderer Sportarten wie Leichtathletik, Wintersport oder Handball, doch dominiert hat immer der Fußball. Der Verein hatte einen großen Mitgliederzulauf und begann im Frühjahr 1909 mit der Teilnahme an Meisterschaften. Der Verein machte 1911 seine erste Krise durch. 1912 nahm der Verein einen zweiten erfolgreichen Anlauf. Als Mitglied der Südthüringisch-Fränkischen Ballspielvereinigung erlebte er eine sportliche Blütezeit. 1915 mußte der Spielbetrieb als Folge des ersten Weltkrieges eingestellt werden. Im Januar 1919 wurde der Vorkriegsverein wieder ins Leben gerufen. Im August 1919 schlossen sich Mitglieder der FC Teutonia dem FC Steinach an und der Verein erhielt seinen bis heute noch gültigen Namen:


Sportverein 08 Steinach

Dem SV 08 schloß sich 1920 der Wintersportverein an . Eine Erweiterung des sportlichen Lebens erfolgte durch die Gründung einen Leichtathletikabteilung. Am 4.Mai 1920 erhält der SV 08 Steinach durch die Eintragung ins Vereinsregister Rechtsfähigkeit.Sportlich ging es weiter aufwärts. Der Wintersportverein löste sich 1926 wieder vom SV 08 und wurde selbstständig weitergeführt. Es folgten zahlreich Erfolge, doch wieder wurde die Blütezeit durch den 2. Weltkrieg unterbrochen.


Wieder einmal mußten die Steinacher Sportler einen neuen, schweren Anfang machen. In Zeiten großer Not kann der Sport den Menschen wieder neuen Lebensmut geben. Er schafft das Gefühl, nicht mehr allein zusein im Streben, dem Leben wieder Sinn zu geben. Aber nicht nur mit dem Sport ging es aufwärts. Steinachs fußballbeweisterte Bevölkerung vollbrachte selbst eine sportliche Großtat. Geldspenden und über 30.000 freiwillige Aufbaustunden machten die Fertigstellung des Sportstadions möglich. Dieses Stadion, eines der landschaftlich schönsten, wurde in den folgenden Jahren ein Symbol des weiteren Aufschwungs des Steinacher Fußballs.


Für die kleine Stadt Steinach, für die Menschen des Thüringer Waldes, war der Oberligaaufstieg 1963 (höchste Spielklasse der DDR) etwas wunderschönes, ein Traum, der wahr geworden war. Zwei Jahre DDR-Oberliga bleiben unvergessen für alle.


Die neue politische Entwicklung ab Herbst 1989 veränderte die Entwicklungsbedingungen für den Sport gundsätzlich. Am 27.Juli 1990 wurde der Beschluß gefaßt, das der SV 08 Steinach die Rechtsnachfolge des 1908 gegründeten FC Steinach antritt. Der Neuanfang auf eigenständigen Grundlage verlangt vom Vorstand Zielstrebigkeit und Einfallsreichtum bei der Beschaffung der für den Sport notwendigen finanziellen Mittel. Handwerksmeister und Unternehmer unserer kleinen Stadt unterstützen als Sponsoren den Verein. Vereinsmitglieder nutzen gesellschaftliche Anlässe, um eigennützig für den Sport durch fleißige Arbeit die Kasse aufzubessern.


So zählen heute neben der zahlenmäßig größten Abteilung Fußball, Wintersport, Kegeln, Tischtennis, Volleyball, Turnen/Gymnastik und Teakwondo als jüngste Abteilung zum SV 08 Steinach.

(Auszüge aus der Festschrift 85 Jahre Sportverein Steinach)

 

 

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